PRESSEKONFERENZ DER BUNDESKULTURSTIFTUNG ZUR DOCUMENTA 14 IN KASSEL UND ATHEN 

Das Thema Athen findet häufig nur in ökonomischen Bezügen statt, Griechenland als wirtschaftliches Schlusslicht Europas. Der Pole Adam Szymczyk, Leiter der diesjährigen 14. documenta wird vielleicht das mediterrane Licht wieder zum Leuchten bringen, zumindest kulturell hat er den Spieß umgedreht. Sein Arbeitstitel für die internationale Kunstschau: „Von Athen lernen …“

Adam Szymczyk, Leiter der Documenta 2014

Damit sind mal eben alte Regularien aufgebrochen, hat er neben Kassel (seit 1955 alleiniger Gastgeber) konzeptionell gleichberechtigt Athen als Ausstellungsort ausgerufen und lässt die griechische Metropole sogar zwei Monate vor Kassel im April starten. Durch diesen Ortswechsel verspricht sich Szymczyk „eine völlige Transformation der documenta“ 2017.

Die teilnehmenden Künstler–innen sind so aufgefordert „ die im Rahmen zwischen diesen beiden Städten entstehende Dynamik zu reflektieren und für beide Standorte ein Kunstwerk zu realisieren“.

Zur Jahrespressekonferenz am 22.2.17 der Kulturstiftung des Bundes reiste der Kurator und künstlerische Leiter Szymczyk eigens aus Athen an, immerhin ist die documenta 14 mit 4,5 Mio. Euro vom Bund gesichert – nicht zuletzt auch legitimiert durch die Besucherströme: Vor fünf Jahren besuchten 900.000 Kunstinteressierte Kassel.

Documenta Athen: 8.4. – 16.7.2017

Documenta Kassel: 10.6. – 17.9.2017

https://www.documenta.de

Text: Isabell Flohr