GOLDRAUSCH 2016 – IMMER NOCH AKTUELL

Finissage der Goldrausch-Gruppenausstellung 2016 in der Kirche St. Johannes Evangelist in Berlin-Mitte

Goldrausch-Katalog 2016

Man will es ungern wahrhaben, aber noch immer herrschen in der Kunstbranche konservative Strukturen, die den Erfolg von Künstlerinnen erschweren. So ist die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen in der Kunst höher als in anderen Branchen. Im aktuellen Katalog zur Goldrausch-Ausstellung 2016 bringt Hanna Kruse (eine der beiden Leiterinnen des Projektes) es mit diesen Zahlen auf den Punkt: “Der Gender Pay Gap in der Kunst ist mit 27 Prozent deutlich höher als der gesamtgesellschaftliche mit 22 Prozent”. Obwohl es zumeist Frauen sind, die an deutschen Kunsthochschulen studieren, sind es später im Berufsleben doch ihre männlichen Kollegen, die auch finanziell erfolgreich sind mit ihrer Arbeit.

Um diesem Missstand entgegenzuwirken bietet das Goldrausch Frauennetzwerk Berlin e.V. seit 1989 das einjährige Künstlerinnenprojekt an. Dieses wird von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Die Stipendiatinnen des Projektes werden ein Jahr lang dabei angeleitet sich Zugänge zur Kunstöffentlichkeit zu erschließen, Netzwerke aufzubauen, Öffentlichkeitsarbeit zu trainieren und für die Selbstständigkeit berufspraktische Kenntnisse zu erwerben.

Das Ergebnis des Jahrgangs 2016 war vom 1.bis 16.10. in der Gruppenausstellung “Fraud, Fake and Fame” in der Kirche St. Johannes Evangelist zu sehen. Wir wünschen den Stipendiatinnen für die Zukunft viel Erfolg!

Mehr Informationen über das Projekt gibt es hier:  www.goldrausch-kuenstlerinnen.de